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Aus meiner Perspektive sind Zombies Menschen, die einer Begierde, nahezu blind für Anderes hinterherlaufen, ohne selbst zu leben. Der Motor des Zombies wird angetrieben durch alles mögliche. Ein paar Beispiele wären Angst, Gier, Verzweiflung und Sucht. Um also ein Zombie zu werden oder zu sein, bedarf es nicht viel.

Unser modernes Leben mit all seinen Vorzügen ist der ideale Nährboden für den Zombie. Wir wählen freiwillig und von uns aus die Rolle des Zombies. Es ist ja so schön beruhigend normal zu sein und das zu tun was sehr viele Menschen machen. Also rennen wir als Zombies durch die Welt, und jedem der uns kritisiert können wir sagen: “ Du bist nicht normal, was du sagst, dass kann nicht wahr sein. “ Und Schwups haben wir unser Universalalibi und machen es uns bequem im Zombieland. Wir definieren das Zombiedasein fortan als normales Leben. Wer anders denkt und handelt und unser Dasein hinterfragt ist uns suspekt. Die Masse will normal sein, sich anpassen, nicht zweifeln, sich nicht hinterfragen müssen, ob sie das richtige tut. Das Richtige ist das was die Mehrheit macht, auch wenn es dem Zombie fortan immer schlechter gehen sollte.

Welche Kategorien, ich spreche lieber von Perspektiven, haben wir denn bei den Zombies, denn nichts erscheint aus zwei Perspektiven gleich.

Der Konsum-Zombie:

Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ein komfortables Leben anstrebt. Wenn der Konsum-Zombie seinen Komfort erreicht hat, möchte er ihn nicht mehr missen.

Eine Unterkategorie unter den Konsum-Zombies ist der Shopping-Zombie. Er sorgt für ein eigentlich unmögliches perpetuum mobile, welches auch als Kapitalismus bekannt ist. Er hält dieses aktuelle System am laufen. Er ist der eigentliche Held im Zombieland. Daumen hoch für den Shopping-Zombie.

Der Arbeits-Zombie:

Der Arbeits-Zombie erwächst entweder aus dem Konsum-Zombie, aus Verpflichtungen oder aus seiner Erziehung zum Arbeits-Zombie. Dieser arme Geselle vergisst sein altes Leben und kennt fortan nur noch den Trieb es allen anderen Arbeits-Zombies gleich zu tun. Er vergisst auch den Grund warum er Arbeits-Zombie wurde, ihm reichen simple Gründe, wie

  1. Ich muss meine Miete zahlen, oder …
  2. Meine Kollegen brauchen mich, weil sie in der grausigen Firma ansonsten für mich mit arbeiten müssen, oder …
  3. Nicht arbeiten gehen ist faul und von der Gesellschaft als verwerflich gebrandmarkt.

Der Geld-Zombie:

Er rennt den Verlockungen und Möglichkeiten, die sich durch Geld ergeben hinterher. Der Weg des Konsum-Zombies führt oft auch erst über den Arbeits- und später über den Geld-Zombie, bis er Konsum-Zombie sein darf.

Eine Perspektive unter den Geld-Zombies ist der Ausdrücker-Zombie. Er sucht ständig nach immer besseren oder nach neuen Methoden, um noch mehr aus dem Menschen und der Umwelt herauszuquetschen. Für ihn gilt ausbeuten, betrügen und lügen nicht als verwerflich, sondern als notwendig, um seine Ziele zu erreichen. Der Ausdrücker-Zombie lebt nach der Devise, nach mir die Sintflut. Er will ja ein möglichst komfortables Leben, mit möglichst wenig Aufwand erreichen. Die Meister unter den Ausdrücker-Zombies, werden auch Firmenlenker, Diktator oder schöner ausgedrückt Staatschef genannt. Der Ausdrücker-Zombie ist jedoch keines Wegs ein stabiler Zeitgenosse. Selbst große Meister unter ihnen bereuen entweder aus notwendigen Publicitygründen oder aus einer eingekehrten Einsicht, etwas falsches zu tun. Manche von Ihnen möchte gerne als Philantropen von der Welt wahrgenommen werden. So lange sie ihr Dasein als Ausdrücker-Zombie nicht vollständig ablegen, kann keine noch so große Milliardenspende den Gestank des Ausdrücker-Zombies von Ihnen abwaschen. Egal wie sie heißen, Friedrich Engels, Alfred Nobel oder nehmen wir modernere Zeitgenossen wie Zuckerberg und Gates. Alle wollen sie als gute Menschen wahrgenommen werden. Sie bleiben aber nur Menschen die Geld aus der Natur und den Menschen herausgequetscht haben. Das Geld, dass sie spenden, stellen sie als ihr eigenes Geld dar. Dabei haben sie es zuvor, durch zufügen von Leiden, den Menschen oder der Umwelt gestohlen. Sie sind sozusagen Schauspiel-Zombies. Sie rennen der Rolle ihres Lebens hinterher. Einem Leben, das von vorne bis hinten erlogen ist.

Sicher gibt es noch viele andere Zombies. Nehmen wir die Zombies, die durch etwas spirituelles angetrieben werden. Sie rennen ein Ideal oder einem Glauben hinterher und nehmen dabei in Kauf anders denkenden Schaden oder Leiden zuzufügen.

Welche Perspektive wir auch wählen, wir sind sehr wahrscheinlich auch ein Zombie, aber wir können uns auch selbst davon heilen. Wenn wir uns diese Perspektiven einmal in Ruhe anschauen und uns selbst darin suchen, dann können wir aus diesem Kreislauf ausbrechen. Wenn wir glücklich sein möchten, dürfen wir nicht auf etwas von Außen hoffen, dass uns aus unserem Zombiedasein erlöst. Wir müssen wieder lernen selbst zu denken und dem Nachmachen in der Gesellschaft zu entsagen.

Anja Schulz

Meine Brötchen verdiene ich mit SEO. In meiner Freizeit blogge ich über verschiedene Diäten wie Glutenfrei, Vegan , Vegetarisch, Rohkost, sowie Ansichten und Tipps zu einem erfüllterem Leben, wie man mehr Gelassenheit in sein Leben bekommt und über das glücklich sein, was in etwa das Gegenteil von glücklich werden ist. Außerdem bin ich überzeugte Linuxuserin und helfe Anderen gern bei Umstieg weg von proprietärer Software zu Opensource Software - sozusagen frei von M$oft und $ppl$

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