Roggen-Shampoo Roggen-Duschgel

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Seit mehreren Monaten kämpfe ich bisher erfolgreich für mein gesunderes Haar und gleichzeitig gegen mein fettiges Harr. Jahrelanges zu häufiges waschen der Haare haben bei mir leider eine stark nachfettende Kopfhaut beschert. Ihr braucht schon etwas Idealismus bis ihr es wagen werdet, aber es lohnt sich definitiv und die Ängste werden als unbegründet in den Hintergrund rücken.

Ich traute ich mich auch erst nicht den Tipp einer Bekannten auszuprobieren. Also recherchierte ich im Internet und siehe da, es ist kein Geheimtipp, aber man muss sich schon trauen das Roggenshampoo an seine Haare ran zu lassen. Übrigens kann man mit Kreide oder Mehl auch Fettflecken von Leder entfernen. Das gleiche physikalische Prinzip wirkt auch in diesen Roggenmehlshampoo und das ganz ohne Chemie.

Das Anrühren

Das Roggenmehl Typ 1150 ist z.B. recht fein und nach meinem Empfinden optimal. Ihr nehmt 3-4 Esslöffel Roggenmehl und rührt es in Wasser an. Früher hatte ich einen Schneebesen dafür genommen und eine Weile gerührt. Mittlerweile mache ich mein Roggenshampoo 2.0 mit dem Mixer. Wozu hat man denn den schließlich. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Roggenshampoo absolut klumpenfrei wird und sich auch besser auswaschen lässt. Es ist egal ob ihr kaltes oder warmes Wasser nehmt. Warmes Wasser ist nur viel angenehmer.  Wenn das Shampoo dünn und trotzdem noch schaumig ist solltet ihr die optimale Konsistenz erwischt haben und es kann mit dem Haare waschen losgehen.

Anwendung

Probiert erst einmal vorsichtig euch diese Roggenmehlpampe über den Kopf zu gießen. Ihr braucht definitiv mehrere Schüttungen um es gleichmäßig an den Kopf zu bekommen. Wenn alles bis zur Kopfhaut schön satt mit dem Roggenshampoo eingeweicht ist, könnt ihr es einmassieren. Ich warte so 2-3 Minuten bis ich es wieder auswasche.  Das Auswaschen dauert etwas länger und man merkt beim und nach dem trockenen noch winzig kleine Rückstände des Mehls.  100%ig bekommt ihr es nicht ausgewaschen. Aber das müsst ihr auch nicht. So viel Zeit und Wasser wäre Verschwendung. 2-3 Minuten Auswaschen sollten reichen.  Ihr behaltet definitiv noch ganz ganz wenig Roggenmehl auf der Kopfhaut. Das ist nicht schlimm und man sieht es nicht. Wenn man jedoch einmal über diesen Schatten gesprungen ist, sind die fettigen Haare von vorher definitiv Geschichte und es gibt kein Zurück zu der überteuerten Chemiepampe.

Vorsicht in der Dusche. Das Roggen-Shampoo ist recht rutschig.

Wirkung und Verwendung

Die Haare werden bei mir gefühlt etwas strohiger, vielleicht ist das aber auch nur bei mir so, wegen der sonst recht fettigen Kopfhaut. Ich verwende das Roggen-Shampoo auch als Duschgel. Die Haut ist danach weniger trocken, was auch nicht verwunderlich ist, weil weniger Schützendes von der Haut abgewaschen wird.

Kosten und Umwelt

Die Kosten sind phänomenal gering, wenn man Shampoo mit den Kosten von Mehl vergleicht.  1kg Mehl reicht für ca. 40 Haarwäschen. Eine Haarwäsche kostet dann ca 4 Cent. Das Einzige verwerfliche ist, dass man Lebensmittel verschwendet. Wenn ich mir die sonstige Umweltbelastung, die durch Shampoo entsteht anschaue, so ist das Gewissen jedoch schnell beruhigt.

Nachteile und Nachruf

Das Shampoo muss immer vorher extra angerührt werden. Des weiteren wird sich vermutlich der Markt auf den neuen „Trend“ einstellen. Ich bin gespannt bis der Erste auf die Idee kommt so ein convenient Roggen-Shampoo auf den Markt zu bringen. Ich entschuldige mich dann gleich auch noch bei den Angestellten von Produktion und Marketing der großen Shampoo-Hersteller, dass Sie ihren Arbeitsplatz verloren haben. Denn dieser Trend hat das Potenzial zum gesellschaftlichen Durchbruch, so fern sich die Menschen auch trauen bekannte Gefilde der Kosmetikindustrie zu verlassen. Sorry aber hättet ihr die ersten Marketingkampagnen eurer Vertreten nicht mit „Geht raus und sagt den Menschen, dass sie hässlich sind“ begonnen , so hätte ich vielleicht Mitleid empfunden. So habe ich aber einfach nur Freude über meine „neuen“ Haare.

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Anja Schulz

Meine Brötchen verdiene ich mit SEO. In meiner Freizeit blogge ich über verschiedene Diäten wie Glutenfrei, Vegan , Vegetarisch, Rohkost, sowie Ansichten und Tipps zu einem erfüllterem Leben, wie man mehr Gelassenheit in sein Leben bekommt und über das glücklich sein, was in etwa das Gegenteil von glücklich werden ist. Außerdem bin ich überzeugte Linuxuserin und helfe Anderen gern bei Umstieg weg von proprietärer Software zu Opensource Software - sozusagen frei von M$oft und $ppl$