Revodry Dehydrator kaufen – Dörrautomat 1 Jahr Dauer Test

Revodry Dehydrator Testbericht

Update: 05.03.2017:

Ich habe den Revodry Dehydrator nun seit Dezember 2015 im Einsatz. Er schnurrt wie ein Kätzchen, macht seine Arbeit leise, zuverlässig und sehr stromsparend.  Den Revodry möchte ich nicht mehr missen, denn er versorgt mich zuverlässig mit meinem Rohkostbrot als Brotersatz.  Brot ist in meinen Essgewohnheiten für mich etwas sehr wichtiges geblieben. Um mich aus der Glutenwelt dauerhaft zu verabschieden und nicht unnötig viel überteuerte glutenfreie Produkte kaufen zu müssen, hatte ich mich damals für den Revodry von Ralf Brosius entschieden. Ich habe den Kauf dieses zuverlässigen Spitzengerätes niemals bereut. Somit kann ich immer abwechslungsreiche Varianten von Rohkostbrot herstellen, ohne dass es mir mit dem Rohkostbrot langweilig wird. Die Rezepte für die Rohkostbrot-Varianten findet ihr bei hier.

am 18.12.2015 schrieb ich meinen Revodry Testbericht:

Vor Kurzem gönnte ich mir einen Revodry. Ich sehnte mich schon länger nach einen Dehydrator mit horizontalem Luftstrom. Ich wollte endlich selbst Dinge wie Rohkostbrot und Kohlchips selber machen. Meine Entscheidung schwankte erst zwischen dem Excalibur und dem Sedona, mein Favorit wurde jedoch der Revodry.

Von der Bedienung her schien der Sedona am praktischsten zu sein, weil das Display vorne und beim Excalibur hinten oben ist. Der Excalibur wäre unpraktisch, wenn man wenig Platz hat und das Gerät auf einen erhöhtem Schrank , einem Regal, oder wie bei mir, einem Kühlschrank stellen möchte. Die Preise kreisen für beide mittleren Geräten um die 400 EUR. Beim Sedona wären nochmal ca. 23 EUR für die Dörrfolien fällig. Den Excalibur gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Die Großen- oder Edelstahl-Exalibur haben recht hohen Preise.

Da der Revodry kürzlich das Licht der Welt erblickt hat und der Preis mit 3 Dörrfolien unter 300 EUR liegt, habe ich mich auch schließlich für den Revodry entschieden. Vermutlich hat das Vertrauen in meinen Revoblend 500 und der Name Ralf Brosius einiges zur Entscheidungsfindung zum Revodry beigetragen. 3 Jahre Garantie gibt es übrigens beim Revodry obendrauf.

Die Optik vom Revodry ist pragmatisch. In Hellgrau sollte er auch farblich in jede Küche, oder wo ihr ihn stehen habt, passen. Seine 6 Einschübe reichen für mich mehr als aus. Die Dörrfläche reicht locker für einiges an gleichzeitigem Dörrgut in einen Familienhaushalt aus.

Dem Revodry lagen bei mir 2 Anleitungen bei. Eine von Saro, welcher vermutlich der Hersteller ist und eine von Changefood mit dem Branding Revordry. Inhaltlich sind sie nahezu gleich.

Die puren Fakten vom Revodry laut seiner Anleitung sind:

  • Gehäuse Kunststoff
  • 6 Einschubroste Edelstahl
  • 3 Dörrfolien Polypropylen
  • 3 Dörrgewebe Polypropylen
  • Temperatur Regelbar von 35 bis 70 °C
  • Timer Digital
  • Timer 0,5 bis 19,5 Std
  • Überhitzungsschutz Vorhanden
  • Gewicht 6,4 kg
  • Einschubrost 305 x 330 mm
  • Einschubhöhe 30,5 mm
  • Geräteabmessung innen B 305 x T 345 x H 240 mm
  • Geräteabmessung außen B 345 x T 450 x H 307 mm
  • Anschluss 230 V / 1Ph. / 0,42 – 0,5 KW

Meine persönliche Bewertung

Geschmacklich

Bisher habe ich Tomaten-Rohkost-Brot, Kohlchips und Karotten-Rohkost-Brot damit getrocknet. Die Brote waren und sind richtig lecker. Sie sind auch aromatischer, wie die bisherigen gekauften Rohkostbrote, was vermutlich an der Frische liegt. Mit dem Focus auf dem Geschmack von Rohkostbrot, hat sich der Revodry nach diesen Tests längst bewährt.

Handhabung

Die Edelstahl-Einschubroste sind direkt in den 6 Einschüben platzierbar. Die Dörrgewebe und die Dörrfolien sind etwas kleiner und benötigen die Einschubroste als Unterlage. Das Praktische an den Dörrfolien ist der erhöhte Rand für die Zubereitung von Fruchtleder oder zum gleichmäßigen Aufstreichen der Masse für das Rohkostbrot. Da bleibt alles schön auf der Dörrfolie, ohne das man Angst haben muss seinen Revodry einzusauen. Bei den Einschubrosten muss man nur aufpassen, die glatte Seite der Gitter nach unter zu drehen, da ansonsten das Einschieben manchmal etwas hakelig ist.

Bedienung

Das Bedienfeld des Revodry ist selbsterklärend. Ein Taster zum Ein- und Ausschalten, ein Taster, um in den Temperaturmodus zu gelangen und ein Taster um in den Timermodus zu gelangen, gefolgt von einer + und einer – Taste. Das Einige was mich persönlich stört, ist der etwas laute Piezo-Pieper, der bei jedem Tastendruck einmal und am Ende der Dörrzeit 20 mal ertönt, wenn man ihn nicht ausschaltet. Für die Version 2 vom Revodry hätte ich gerne einen Schalter zum Abstellen oder keinen so lauten Piezo. In meiner billigen Mikrowelle hatte ich den Piezo ausgelötet, beim Revodry wage ich es nicht.

Gehäuse

  • komplett aus hell-grauem gut abwischbarem Plastik
  • durchsichtige Tür zum Beobachten des Trocknungsgrade

Handhabung

  • keine direkten Schienen für die Edelstahlroste sondern Plastikplättchen
    • manchmal etwas hakelig aber praktikabel
  • 6 Gitterroste aus Edelstahl
  • 3 feine Gitterroste aus Plastik, kleiner wie die Gitterroste aus Edelstahl
  • 3 Dörrfolien mit praktischem Rand für flüssiges Dörrgut
  • Starttemperatur immer bei 70°C
  • Standardmäßige Dauer 10 Stunden, liegt in der Mitte der einzustellenden Zeit von 0:30-19:30 Stunden
  • leises Betriebsgeräusch

live getesteter Stromverbrauch und Stromkosten an einem Beispiel

  • 12 Stunden bei 40°C zwischen 2,9-3,0 Kwh
    • mit 4 Einschüben Tomatenbrot und Karottenbrot
    • Beispiel bei 29 cent/KWh x 12 Stunden = 0,87 EUR
    • Beispiel bei 29 cent/KWh x 1 Stunde = 0,0725 EUR

Den Stromverbrauch habe ich mit diesem Energiemessgerät von Brennenstuhl gemessen. Die maximale Wattzahl lag bei 476 W, die mittlere bei 236 W, die geringste bei 32 W. Die geringste Wattzahl von 32 ist vermutlich ohne Heizung. Die Umgebungsemperatur muss so um die 15 -20 ° C gelegen haben. Der Revodry heizt also nicht ständig mit dem gleichen Stromverbrauch durch, sondern arbeitet dynamisch.

Hier kommt noch der Stromverbrauch des Revodry im ausgeschalteten Zustand

Mein Brennenstuhl Strommessgerät zeigt 0,01 kWH an, wenn der Revodry ausgeschaltet ist. Ich habe hier einmal die Kosten ausrechnen lassen. Das macht beim Revodry mit einem kWh-Preis von 30 Cent diese Kosten:

Stromkosten für den Leerlauf beim Revodry bei 30 Cent/kwH (mit diesem Strommessgerät)
Zeitperiode Strom­verbrauch Stromkosten
pro Tag: 0,00 kWh 0,00 €
in 7 Tagen: 0,00 kWh 0,00 €
in 4 Wochen: 0,01 kWh 0,00 €
im Jahr: 0,09 kWh 0,03 €
in 5 Jahren: 0,44 kWh 0,13 €
in 10 Jahren: 0,87 kWh 0,26 €

Alles in allem ist das wie ich finde, sehr wenig was der Revodry im Leerlauf an Strom verbraucht. Du kannst den Strompreisrechner auch mit anderen kWh Preisen füttern.

Lautstärke

Ich hab eine Handy-App zu messen des Schallpegels benutzt. Je nach Software und Abstand waren es direkt am oberen Luftaustritt 50 db , was zugegeben keine realistische Bedingung ist. Ich wollte jedoch den maximalen Geräuschpegel wissen. Realistischer gemessen, vor der Gerät, waren es 40 db.

gefühlte Lautstärke 

Er ist viel leiser als eine Dunstabzugshaube. Die Lautstärke ist ähnlich dem Geräuschspegel eines Backofens mit Ventilator.

Mein Fazit: Der Revodry ist mein erster Dehydrator, einen direkten Vergleich habe ich nicht. Dafür habe ich ein sehr gutes Trocknungserlebnis mit dem Revodry. Preislich liegt er mit 295 EUR inkl. Versand im Mittelfeld. In seiner Klasse ist er sogar einer der günstigsten Dehydratoren. Wenn mal etwa kaputt sein sollte, was ich nicht hoffe, helfen 5 Jahre Garantie weiter. Für mich ist er ein leiser alltagstauglicher Dehydrator, der mir vor allem zum Rohkostbrot herstellen dient. Weiter so Changefood . Mein Daumen geht hoch.

Aktuell wurde der Preis des Revordy auf 225 EUR inkl. MwSt. und Versand innerhalb Deutschlands gesenkt.

Kaufen könnt Ihr den Revodry hier im Shop von Ralf Brosius

Das Rezept vom Tomatenbrot gibt es hier

Die Geschichte des Dörrens, damals mit mehr Zeit aber ohne Strom

Ich habe mir einmal mehr über den Sinn und die Geschichte des dehydrieren , dörrens oder einfach trocknens gemacht. Wer denkt bei Datteln, Feigen, Rosinen, Trockenfisch, Trockenfleisch, Kräckern oder Chips sofort an einen Dehydrator? Ich jedenfalls nicht. Erst einmal wird das was vorhanden ist wahrgenommen und dann wird vielleicht seine Herstellung wahrgenommen oder recherchiert. Solche kleinlichen modernen Probleme hatten die alten Ägypter, Zweistromlädler und Nomaden gar nicht, sondern sie hatten viel größere Probleme. Bei Ihnen ging es nicht darum sich möglichst gesund zu ernähren, so wie wir heute erst mal nachschauen ob ein Nahrungsmittel das Bio Rohkost oder Vegan ist. So ging es bei Ihnen erst einmal darum genug Vorrat an Essen, Essen das nicht schnell verdirbt, ansammeln zu können. Sie haben sicher nicht so viele Lebensmittel wie der moderne Mensch weggeworfen. Sie würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen was wir mit dem Essen machen. Jetzt mag man denken was interessieren mich die Sorgen der Menschen vor tausenden von Jahren. Wenn ich etwas brauche gehe ich halt in den nächsten Super- oder BioMarkt. Ich halte jetzt einmal dagegen und sage mehr viel. Dem Menschen von damals und dem Menschen von heute haben mehr gemeinsam als man denken mag. Damals ging es um das überleben und woran denkst du, wenn du dich gesund ernähren willst? Du sagst vielleicht nicht, dass du überleben möchtest, sofern du nicht einmal ernsthaft er krankt warst, nein du sagt du willst dich gesund ernähren. Warum möchtest du das gesunde Essen, weil es einem Ideal, einer Moral, einer Mode, weil du etwas nachahmen möchtest, einer Angst vor der Krankheit oder dem Altern geschuldet ist oder etwas verwandtem davon? Letzten Endes dreht es sich immer um das Gleiche beim Menschen, er möchte überleben, und das möglichst angenehm.

Vor tausenden von Jahren gab es kein Verfallsdatum auf dem Essen. Alles Wissen dazu gründete auf den Erfahrungen der Alten, die es durch Ihr Wissen und Ihre Kultur an die jüngeren weiter trugen. So wissen wir zwar heute nicht mehr von unseren Eltern wie man Rosinen, Datteln, Fleisch oder Obst und Gemüse haltbar machen kann, aber wir können in verschiedenen Quellen nachlesen. Somit hat die Kultur uns das Wissen herübergerettet. Geht es heute darum, das möglichst ausgefallenste und noch dazu super gesunde Essen zu finden, selbst herzustellen und seinen, „siehe mal, ich habe hier etwas ganz tolles Präsentier-Effekt“ zu nutzen. Einem Erfolg mit dem man dann , wenn auch nur kurz, glänzen kann. Der macht einen, dann aber auch nicht gesund oder fitter.

Damals gab es eine Gemeinschaft, eine Sippe, einen Stamm. Heute gibt es fast nur das Individuum, noch dazu das konkurierende Individuum. Jeder will brillieren sich verwirklichen erfolgreich sein und so weiter. Das führt dann dazu, dass Wissen verloren geht, wichtiges Wissen, wichtige Ressourcen. Wir werden abhängig von Lieferanten und dem Vertrauen an die Lieferanten, Hersteller, die Bauern und so weiter. Das Vertrauen ist durch fast jeden möglichen Skandal, der durch die profitorientierte Produktion bedingt ist, fast nicht mehr vorhanden. Das Vertrauen wird eigentlich nur durch unsere Sucht nach Komfort aufrecht erhalten und das auch nur auf einem minimalem Niveau. So wissen wir, das nahezu jedes Lebensmittel nicht mehr zu 100% ohne zusätzliche Chemie hergestellt wurde. In der Lust, im Boden, im Wasser, welches die Grundlage für das Lebensmittel war, in der Verarbeitung, in der Verpackung, im Transport und in der alles endenden Haltbarkeit summiert sich der Cocktail der Dinge die wir nicht in den Lebensmitteln haben möchten. Aber wir haben diese Stoffe in gekauften Lebensmittel drin, ob wir es nun wollen. Es ist egal ob da ein Bio, Öko, Organic, Vegan, Fair Trade, rette die Welt oder sonst ein Logo drauf  geklebt ist. Wir wissen mit großer Sicherheit, dass wir nicht wissen wie das Lebensmittel hergestellt wurde. Wir blenden all das unangenehme Wissen, alle Skanadale aus, mit unserer Faulheit unsere Sucht nach Komfort unserer Zeit die wir sparen wollen aus. Damit wir dann mit unserer eh schon kurzen Zeit mehr Zeit für Konsum und kindisches Verhalten haben. Wir geben weiter Gas auf dem Highway des Lebens, wo alles immer schneller gehen muss. Wenn es nicht schnell genug geht dann ist es etwas negatives, dann raubt es Zeit, Zeit die ja so knapp ist. Siehst du was passiert? Kannst du es erkennen? Prioritäten verschieben sich. dass passiert nicht einmal, nein es passiert jeden Tag auf neue. So hängst du in dieser Schleife fest, wenn du nicht ungemein Acht gibst. Gesundes Essen kommt nicht aus dem Supermarkt oder Kühlschrank. Du kannst es nicht kaufen. Du musst selbst etwas dafür tun, damit es auf deinen Tisch kommt. Darum ist das Umdenken in der Ernährung wichtig. Ein Dehydrator wie der Revodry ist daher nur ein Baustein, der die helfen kann. Aber es ist ein Anfang, ein Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Es ist ein Schritt, dass Ruder herumzureißen und vom Gaspedal des Lebens herunter zu steigen. Denke um bei den Entscheidungen, wofür du dein  Geld ausgeben möchtest. Für unnötigen technischen Firlefanz oder den neuesten Schrei der Bekleidungsindustrie, willst du dieses Feuer weiter befeuern oder deine Augen auf das richten, was die Menschen im Alltag so oft ausblenden. Fange nicht Morgen an. Es gibt keinen Zeitpunkt an dem man eine Entscheidung trifft es gibt nur das Jetzt. Das Jetzt, wenn du sagts: Ja ich will nicht nur etwas für meine Gesundheit tun sondern. Sondern – Ich habe eine Einsicht, gesundes Essen ist das Wichtigste, damit ich von diesem Leben das ich liebe, möglichst lange etwas habe und zwar etwas schönes ein Leben in Gesundheit.

Das Rezept vom Tomatenbrot gibt es hier

 

Revodry innen frei-von-allerlei.de
Ein Blick ins Innere des leeren Revodry.
Revodry befüllt frei-von-allerlei.de
Das Tomatenbrot vor dem trocknen.
Revodry- Das getrocknete und geschnittene Tomatenbrot
Das getrocknete und geschnittene Tomatenbrot.