Ginster in der Döberitzer Heide | befreie dich von Zeit und Denken

Im Jetzt leben – quick and dirty erklärt

Eine der zentralen Weisheiten in der asiatischen Philosophie war immer, dass Zeit etwas seltsames mit dem Menschen macht. Wenn der Mensch in und mit der Zeit denkt, entfernt er sich vom Jetzt und von seinem eigenen Leben. Er spielt dann Möglichkeiten im Kopf durch, was wird sein wenn ich dies oder jenes tue. Was werde ich später erreichen und was werde ich bekommen, wenn ich dies so oder so tue. Kann es sein, dass fast jeder Mensch so erzogen oder konditioniert wurde, um erfolgreich zu sein? Das unsere Erziehung aber hauptsächlich auf den Ängsten unserer Eltern oder Erzieher beruht, sind wir uns dessen bewusst und was sagt das über unsere eigenen Werte und Ziele aus?

Was kann man also tun, um sich der Zeit im Kopf zu entledigen?

Man kann in ein Kloster gehen um Ruhe zu finden. Man kann sich einen Buddha ins Zimmer stellen und Räucherstäbchen anzünden. Man kann Mantras wiederholen und so versuchen die Gedanken los zu werden. Man kann sich einem Glauben, einem Orden oder einer Sekte anschließen. Das alles wird Einem aber nicht die ersehnte Erlösung, Erleuchtung oder den Frieden bringen. Jede Weisheit oder Regel von Anderen wird in einem selbst nur wieder weitere Unruhe und Zweifel produzieren. Zudem wird jeder Versuch etwas zu verdrängen oder zu unterdrücken dazu führen, die Unruhe der Gedanken weiter zu befeuern. Jedes bewusste Ablenken vom Denken und Grübeln führt unweigerlich wieder zum Denken.

Was kann man also tun, um das Denken über das werden Wollen, das besitzen Wollen nach hinten zu rücken? Hast du schon einmal nur geschaut ohne dabei bewusst zu denken? Kinder, die noch nicht so stark konditioniert wurden tun so etwas jeden Tag. Wir müssen jetzt nicht so weit zurück, um dir ein praktisches Beispiel an die Hand zu geben. Hier ist etwas ganz Einfaches. Du hast bestimmt schon einmal in die Wolken geschaut und es formten sich dabei ohne dein Denken Figuren aus deinem Geist. Diese Figuren oder Muster waren im ersten Moment deines Schauens noch nicht vorhanden. Erst nach ein paar Augenblicken formten sich die Wolken zu etwas was dein Geist assoziiert hat. Was passiert hier, wenn wir ohne zu denken nur durch das Beobachten zu einem Bild gelangen. Wir haben dann eine Wahrheit gefunden, die uns ganz eigen, klar und plausibel erscheint. Das was du in den Wolken siehst, das siehst nur du in dieser Klarheit. Du bist zudem ohne Beeinflussung anderer Menschen, Meinungen, Religionen oder Ansichten zu diesem Bild gelangt. Probiere doch einmal so wie du als Kind ohne zu denken in die Wolken geschaut hast, in dich in dein Inneres zu schauen. Du wirst beim ersten Mal vermutlich unweigerlich darüber nachdenken, was passiert hier und du wirst wieder denken und grübeln. Vielleicht fällt es Manchem schwer und Anderen die sich leichter lösen können fällt es vielleicht leichter sich darauf einzulassen.

Versuche nichts zu erzwingen, denn dann hast du das reine Schauen verlassen. Wenn das passiert ärgere dich nicht und versuche es erneut. Wenn du es geschafft hast, dann wende es im Alltag an. Ein Beispiel aus dem Alltag wäre folgendes. Du ärgerst dich über etwas, du hast die Bahn verpasst weil der Anschluss wieder mal nicht geklappt hat, dein Lieblingsprodukt aus dem Supermarkt ist alle, oder du hast Stress auf der Arbeit weil die Zeit wieder mal nicht reicht. Dann geh in dich und schaue auf dich. Schaue auf die Ursache und schaue auf die Wirkung. Welchem Einfluss warst du ausgesetzt und was hat es mit dir gemacht. Bewerte dabei nichts, erzwinge nichts, schaue einfach nur was es mit dir gemacht hat. Ich weiß nicht wie ihr es wahrnehmt, das ist auch nicht so wichtig, wie ihr diesen Effekt spürt. Wenn dieser Moment einsetzt, dann werde ihr es selbst spüren.

Probiert niemanden bewusst nachzumachen, oder seine Gedankenwege nachzuverfolgen. Am besten versucht ihr euren eigenen Weg zum nach innen Schauen zu ergründen. Der obere Absatz soll nur ein Beispiel und keines Wegs eine Anleitung sein. Jeder der euch vorschreibt wie ihr den Blick nach Innen gestalten solltet hat nicht verstanden, dass Einsicht nur von einem selbst und niemals von Außen kommt. Wenn ihr diesen Weg gehen möchtet verabschiedet euch von Anleitungen, Vorschriften und Vergleichen mit Anderen und Ihren Erfahrungen. Ihr werdet diesen Weg ganz alleine für euch gehen. Das Einzige was Bestand hat ist Ursache und Wirkung, alles andere wird sich mit dem nach innen Schauen neu gestalten.

Was hat das nun mit der Zeit zu tun? Habt ihr bemerkt, das ihr beim Schauen die Gedanken und die Zeit verloren habt. Ihr habt sie nicht weggeschoben oder verdrängt. Diese beiden Darsteller in eurem Geist hatten sich im dem Moment der Klarheit von alleine verabschiedet, genau in dem Moment in dem ihr euch ganz auf das Schauen einlassen konntet. Dieser Moment ist kein Dauerzustand, aber ihr könnt ihn euch immer wieder neu erschaffen und im Jetzt leben. Schaut bitte in diesem Moment wie ihr euch fühlt. Spürt ihr dann Belastung, Druck, Verantwortung, Pflichten, spürt ihr dabei Ängste, Sorgen, Leiden, Trauer oder etwas negatives?

Probiert nicht unbedingt Antworten zu finden schaut auf Ursache und Wirkung und zieht eure eigenen Schlüsse. Glaubt Niemandem, schaut in euch und lernt von euch selbst.

Anja Schulz

Meine Brötchen verdiene ich mit SEO. In meiner Freizeit blogge ich über verschiedene Diäten wie Glutenfrei, Vegan , Vegetarisch, Rohkost, sowie Ansichten und Tipps zu einem erfüllterem Leben, wie man mehr Gelassenheit in sein Leben bekommt und über das glücklich sein, was in etwa das Gegenteil von glücklich werden ist. Außerdem bin ich überzeugte Linuxuserin und helfe Anderen gern bei Umstieg weg von proprietärer Software zu Opensource Software - sozusagen frei von M$oft und $ppl$

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